Inneres KindDein inneres Kind erinnert sich jeder Missachtung, die es erfahren hat. Eine Missachtung kann ein Nichtbeachten des Schreiens des Babys sein. Es gab eine Zeit da hat man den Eltern beigebracht, dass sie ihre Kinder schreiben lassen sollen, bis sie erschöpft eingeschlafen sind. Stellt Euch vor, was das für ein Kind bedeutet. Es schreit, weil es Not hat, auch wenn es emotionale Not ist, weil es sich alleine fühlt. Und es bekommt keine Beachtung. Da wird ein Samen gelegt. Je öfter sich das wiederholt, fühlt der Mensch als Grundannahme, ich bin es nicht wert, dass man mir Beachtung schenkt.

Als Erwachsene sind wir leider zu unserem inneren Kind, das all die Erinnerungen der Verletzungen hütet, meist nicht besser. Wir schenken ihm keine Aufmerksamkeit und gehen über die Ängste und Bedürfnisse dieses Kindes hinweg. Wir sind ja nun schließlich erwachsen und haben einen Job zu erfüllen. Dann muss das Kind sich andere Wege suchen, um zu überleben.
Es kann sein, dass es uns dann in den unpassendsten Momenten steuert, über genau diese Ängste, oder der Verweigerung irgendetwas zu tun.
Ich hatte eine Klientin, die konnte keine Ordnung auf ihrem Schreibtisch halten, egal welches Tool sie benutzte. Sie war in einer gehobenen Position  und sie funktionierte in ihren Augen immer prima. Genau das Durcheinander auf dem Schreibtisch hat ihr ganz oft Schwierigkeiten gebracht. Das war die einzige Möglichkeit, Ihres inneren Kindes sich zu verweigern, denn aus der Geschichte der Frau, kam das Kind schon ein Leben zu kurz, weil sie schon sehr früh als Erwachsene funktionieren musste. Und nun als Erwachsen wirklich keine Zeit hatte sich mit solchem Kinderkram zu beschäftigen. Aber der Schmerz der Kleinen ist weiter da und wird sich einen Weg des Ausdrucks suchen. Hier eben über die Unmöglichkeit, den Schreibtisch, die Papiere und somit auch Termine im Griff zu haben.

Ganz oft agieren in schwierigen Situationen genau diese inneren Kinder in uns. Auch in der Interaktion mit anderen Menschen, die ebenso verletzte innere Kinder haben. Da sind dann kleine Kinder in erwachsenen Körpern unterwegs. Kleine Kinder sind mit den schwierigen Herausforderungen des Lebens eines Erwachsenen ganz oft überfordert. Das führt zu Erschöpfung und evtl. auch zu merkwürdigen Situationen mit anderen Menschen. Manchmal sieht das dann so aus, als wenn sich zwei im Sandkasten mit Sand bewerfen. Den wenigsten von uns sind die wahren Ängste und Bedürfnisse bewusst und somit auch nicht die Strategien, die sich diese inneren Kinder in uns zugelegt haben, um zu Überleben. Denn für diese inneren Kinder geht es viel öfter gefühlt um Überleben, als uns dies als Erwachsener klar ist.

Je mehr Aufmerksamkeit auf die Heilung der Verletzungen unseres inneren Kindes gelegt wird, desto leichter, kreativer und lebensfroher wandelt sich unser Leben als Erwachsener. Das Urvertrauen wird gestärkt und der Selbstwert steigt.

Gerne helfe ich in einem Coaching dabei, eine bessere Kommunikation mit dem eigenen inneren Kind herzustellen.

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