woman-2138534_1280Blog-Gastbeitrag

Heute möchte ich Euch einen Gastartikel meiner liebe Freundin Claudia Jung einstellen. Mit ihren Gedanken zum Wochenstart, der in einem Netzwerk veröffentlicht wurde und dort auf viel Resonanz gestoßen ist. Vielen Dank liebe Claudia, dass ich den Impuls in meinem Blog weitergeben darf.

Ganz nach dem Spruch Hamsterräder sehen von innen wie Karriereleitern aus.

 

Ein nachdenklicher Thought zum verregneten Wochenstart

„Der selbstgewählte Tod von Chester Bennington – R.I.P. (Linkin Park Frontmann … und wieder eine Musikerlegende weniger) … hat Burnout und Depressionen wieder einmal auf den Tisch und in die Medien gebracht. Mir ist aufgefallen, dass dabei immer ein Unterton gewählt wird … das Burnout und Depressionen entweder nur die Schwachen erwischt oder die, die so crazy sind, wie Musiker, die sowieso alle Drogen nehmen, oder andere Personen des öffentlichen Lebens, die durch ihren Lifestyle Probleme bekommen.

Es ist immer noch ein Thema, das eigentlich am liebsten nicht angeschaut werden möchte. Soll am besten im Dunkeln bleiben. Wir schauen doch nach vorne, sind positiv und lösungsorientiert. Sportlich, dynamisch, Erfolgs- und Spaß orientiert. Höher – Schneller – Weiter- Mehr!

Wer nicht funktioniert, soll das lieber im Stillen tun. Und nur die „spektakulären“ selbstgewählten Tode von Personen des öffentlichen Lebens, zerren das Thema dann doch gelegentlich ans Licht. Dabei ist es ständig gegenwärtig. Aus meinen Coaching Kreisen höre ich täglich von Menschen, die nicht mehr funktionieren „können“. Burnout Fälle häufen sich derzeit wieder unglaublich stark. Und auch unter Kollegen und in deren Familien höre ich davon … aber immer mit leiser Stimme und unter vorgehaltener Hand. Als wäre es ein Makel. Das wiederum nimmt den Betroffenen die Chance offen damit umzugehen. Sie schweigen. Oft viel zu lange.

Ich möchte uns alle dazu einladen unsere eigenen Glaubensätze und innere Bewertungen zu dem Thema zu überprüfen. Erlaubst Du Dir auch mal schwach und müde vom Funktionieren zu sein?

Es gehört genauso zum Leben, wie wieder kraftvoll nach vorne zu gehen und Neues anpacken zu wollen. 2 Seiten einer Medaille. Wenn wir es uns nicht erlauben … ganz im Alltäglichen, kommt etwas aus der Balance und äußert sich dann gegebenfalls in stärkeren Symptomen. Die Natur macht es uns eigentlich perfekt vor … nach Regen kommt wieder Sonnenschein, Ebbe und Flut, zunehmender und abnehmender Mond, Früchte und Erntezeit und im Herbst werden alle Blätter wieder abgeworfen …

Mir ist wieder im Urlaub aufgefallen, wie lange ich mittlerweile brauche einfach ins Sein zu kommen. Nichts tun müssen, raus aus dem alltäglichen Trott zu kommen. Entspannen, sich dem natürlichen Lauf hinzugeben … In der ersten Woche war ich tatsächlich jeden Morgen um 6:00 wach… Erst in der 3. Woche fühlte ich mich „im Flow“ … und das schon wieder mit dem Ausblick auf den kommenden Arbeitsstart. Und prompt hatte ich dann in der ersten Arbeitswoche Schwierigkeiten mit dem Wecker aufzustehen.

Burnout und Depression ist ein Zeichen dafür wo es in unserer ganzen Gesellschaft krankt. Wo es längst Zeit wäre neue Wege zu gehen, um die natürliche Balance wiederherzustellen.

Lasst uns achtsam und wachsam mit uns selbst sein und mit unseren Mitmenschen … damit sie eine Chance haben offen damit umzugehen.

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Start in die Woche … gemäß dem Spruch „nach Regen folgt wieder Sonnenschein“.

Alles Liebe,

Claudia“

Selbstfürsorge wichtig und doch so falsch interpretiert

Nicht immer bei jedem Event an erster Stelle zu sein, hat was mit dem Image zu tun. Sich lieber einmal zuzugestehen, dass es heute nicht passt, weil ausruhen dran ist, wird oft als Schwäche interpretiert. Wer will schon schwach sein? Heute nicht helfen, weil gerade die Kraft nicht reicht oder erkannt wurde, dass es gar nicht das eigene Problem ist, gilt nicht als smart. Wer will nicht wegen seinem Tun geliebt sein?

Alle haben Angst ein Egoist zu sein und sind im Helfen und Funktionieren Weltmeister. Dabei ist es eher ein Kompliment. Selbstfürsorge, die achtsam sein lässt, mit sich, anderen und der eigenen Energiebalance, verzichtet auf Dauer auf Energievampirismus im Außen.

Jeder von uns hat seinen eigenen Punkt, an dem er anfängt sich zu fragen: „Wer bin ich eigentlich wirklich und warum funktioniere ich so oft gegen meinen persönlichen, natürlichen Rhythmus? Was tue ich den ganzen Tag und wieviel davon macht mich glücklich oder trägt zu meinem Wohlbefinden bei? Wieviel Energie muss ich aufwenden, um zu funktionieren und woher soll ich die denn noch nehmen?“

Lasst Euch von Claudias Gedanken zum Wochenstart inspirieren, denn genau jetzt ist ein guter Zeitpunkt für sich selbst Antworten zu finden. So ein Impuls, der zum Nachdenken anregt, ist bei weitem sanfter, denn aufschieben führt irgendwann an Punkte, die nicht unbedingt mehr von alleine steuerbar sind. Kraftvoll, ausbalanciert und in der natürlichen Ordnung können wir gemeinsam neue Wege in eine menschlichere Zukunft gehen, in der alle ihren wahren Platz finden.

In diesem Sinne kommt gut durch die Woche, herzliche Urlaubsgrüsse.

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