compass-1322033_1280Wie groß ist die Welt?

Manchmal hat man den Eindruck, die Welt ist eine Scheibe und hört am Ortsrand auf. Genau da fängt das Ungeheuerliche an, das sich in unseren inneren Verstandes Konstrukten zu wahren Drachen und Monstern entwickelt hat. Alles was anders ist, als das alt Bekannte erschüttert diese Sicherheitsprogramme in uns. Dieses Korsett, das uns eher Starrheit bringt, als die vermeintliche Sicherheit. Und in so mancher Diskussion hindert genau diese feste Sicherheitstruktur im Kopf, dass ein persönliches Wachstum stattfindet. Es werden eher Brücken abgebaut, als die Chance zu nutzen die Weltsicht zu erweitern.

Diskutieren mit Verstand oder und mit Herz

Diskussionen können in endlosen Schleifen wiederholt werden. Meist endet das in gegenseitiger Frustration, wenn nicht sogar in einem unüberbrückbaren Konflikt. Dabei geht es darum das Gegenüber von der Unveränderlichkeit des eigenen Standpunktes zu überzeugen. Der eigene Standpunkt wird als der einzig wahre und heilbringende angesehen. Er ist festgezurrt und dient in der Regel mehr der eigenen Sicherheit. Die in unserem Verstand zurechtgelegten Konstrukte lassen keine andere Sichtweise zu, da sonst das eigene Weltbild erschüttert wird. Nicht selten wird alles was dem nicht entspricht herabgewertet. Dadurch wird dem Diskussionspartner übermittelt, dass dessen Weltsicht falsch ist, genau wie alle dazugehörenden Erfahrungen. Die Brücken werden abgebrochen und jegliche Gemeinsamkeit geht dadurch verloren. Denn wer will schon seine Welt zerstört bekommen?

Das eigenen Unbewusstsein bezüglich der Unsicherheit gegenüber anderen Ansichten und die begrenzte Wahrnehmung, dass es immer mehr gibt als unser Verstand wahrnehmen kann, ist wie ein Gefängnis.

Erst dieser Funke, der aus dem Herzen kommt, dass es mehr geben könnte, als gerade im eigenen Wahrnehmungsfeld ist, öffnet Türen zu neuen Welten. Es braucht diese innere Anbindung an die höhere Weisheit, die im Feld des Herzens liegt. Das macht uns flexibler ohne die eigene Basis zu erschüttern, wenn uns das Leben mit neuen Blickwinkeln oder Möglichkeiten beschenkt.

Es gibt immer mehr als ich wahrnehmen kann! Es könnte auch anders sein!

Dann ist es möglich sich gegenseitig einzuladen, um die eigene Weltsicht vorzustellen, ohne sie dem gegenüber überzustülpen. Es geht dann um Erweiterung, was immer zu einer Bereicherung führen kann.

Nur mit diesem weichen, herzlichen, offenen, neugierigen Blick entdecken wir auch neue Wege, die uns aus den alten Sackgassen herausführen, die wir nun schon zur Genüge erkundet haben.

Das Ziel ist eine Erhebung über den eigenen Standpunkt, erst dann ist es möglich die ganze Landkarte des Lebens zu sehen.

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2 thoughts on “Die Welt ist voller Wunder

  1. Liebe Martina, herzlichen Dank für Deinen Komentar, der so wundervoll beschreibt wie es sich für uns alle anfühlt, wenn wir mittendrin sind in dem Schleudergang der Veränderung. Und meist können wir erst im Nachhinein feststellen, welch enormes Wachstum wir geschafft haben.

  2. Warum fällt es mir oft so schwer, die Welt entdecken zu wollen? Warum macht mir das Fremde und Neue Angst? Warum will ich nichts Neues mehr hören und sehen? Warum nerven mich die Ansichten meines Gegenübers? Warum bin ich genervt von mir, weil ich mich auf nichts Neues einlassen kann? Sollte ich doch mal was wagen, um weiter zu kommen. Die vielen Ratgeber meinen es doch nur gut mit mir. Aber: Manchmal steh ich am Rand meiner Welt und halte es nicht aus, weiter zu schauen. Mir wird schwindelig, ich spüre keinen Halt mehr. Ich habe Angst, dass mich der Abgrund nach unten ziehen könnte, dass ich den sicheren Boden unter den Füssen verliere. Doch: Ich habe herausgefunden, dass ich etwas darf: ich muss nicht da vorne am Rand stehen, sondern darf wieder einen Schritt zurück treten vom Rand meiner Weltscheibe, um mich wieder sicher zu fühlen. Wenn ich mich sicher fühle, meinen Stand -Punkt habe, fällt es mir leicht den Schritt ins Ungewisse nach vorne zu wagen. Neues an zu schauen, fremde Ansichten stehen zu lassen, mir eine neue Meinung über die Welt zu machen. Und Schritte zu gehen, die ich vorher nicht für möglich hielt. Meine Welt zu erweitern und zu staunen, was mir dort alles begegnen möchte. um irgendwann wieder am Rand zu stehen, an dem es mir schwindelig wird. Aber jetzt weiß ich, was ich tun darf…..

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