Zuerst möchte ich meine tiefe Würdigung und Wertschätzung allen Frauen aussprechen, die in den Vergangenheit mit ihrem Einsatz so viele Wege für uns Frauen eröffnet haben. Es ist noch ein Stück des Weges zu gehen, bis wir Gleichberechtigung erreicht haben. Schauen wir nur auf die Bezahlung von Männern und Frauen in gleichen Jobs, so ist da noch viel zu tun. Es gäbe viel zu sagen, was noch entsprechend der Wertigkeit auf Augenhöhe gebracht werden will. #weiblichkeitaufaugenhöhe braucht Bewegung auf allen Ebenen. Unsere Welt braucht dringend geheilte Weiblichkeit, wie auch geheilte Männlichkeit. Schließlich haben wir alle diese beiden Energien in uns. Erst wenn, diese Heilung vollzogen ist, wird wahre Gleichberechtigung lebbar.

Heute möchte ich einmal einem Impuls nachgehen, der mich immer wieder bewegt. Er zeigt sich mir im außen, oft bin ich Beobachterin.

Gerade gestern, am Weltfrauentag gab es wieder eine Situation, die mich als Beobachterin bewegt und berührt hat. Soviel, dass ich heute dem ganzen einen Blogbeitrag widme.

In einem Vortrag zum Thema Frauen und Männer kam es zu einer unschönen Situation. Einfach aufgrund von alten Verletzungen und Missverständnissen. Menschen gehen mit bestimmten Erwartungen aufgrund der eigenen Geschichte und Erfahrungen in Veranstaltungen. Und dann wird diese Erwartung nicht bedient. Oder die Form, wie es gewünscht wurde, wird nicht erfüllt. In diesem Fall wurde eine nicht ganz Gendergerechte Sprache von der Vortragenden gewählt. Tja, das passiert. Wir alle sind in Zeiten groß geworden in der das normal war. Ich kann das aus eigenen Vorträgen bestätigen. Wenn ich etwas vortrage und es aus dem stehgreif mache, also nicht von einem vorbereitetet, vorgedachten Text ablese, dann schleicht sich bei mir eben auch die unbewusste Sprache ein, die ich schon so viele Jahre gesprochen habe, ohne zu gendern. Das ist natürlich keine absichtliche Missachtung, sondern es entsteht einfach. Wir sind schließlich alle Menschen.

Im gestrigen Fall wurde es von einer der Zuhörerinnen angesprochen. Die Vortragende hat sich für den Hinweis bedankt und genau das erklärt was passiert war. Eben unbewusste Sprache, das ist bei uns allen so.

Hier hätte nun mit etwas Wohlwollen einen wunderbare Diskussion entstehen können, aus der bestimmt viele fruchtbare Ideen entsprungen wären, wie wir Frauen auch in der Sprache zu mehr Sichtbarkeit geben.

Doch leider wurden alte Verletzungen bei der Dame aus dem Publikum angetriggert, die es Ihr nur ermöglichten einen vernichtenden Satz ins Publikum zu werfen. Um dann nach kurzer Zeit den Saal zu verlassen, weil sie damit zum Ausdruck bringen wollte, wie schlecht der Vortrag sei. Eben weil die Form für sie nicht stimmig war. Es ging nicht mehr um den Inhalt.

Ich beobachte das oft, wenn es um Weiterentwicklung geht. Wenn alte Wege und Themen für die wir uns eingesetzt haben, mit all unserem Herzensblut, sich wandeln, weil natürlich alles im Wandel ist. Dann kommt es vor, dass die, die den Weg bisher bereitet haben sich missverstanden fühlen von denen, die den Stab der Weiterführung nun übergeben bekommen.

Alte Verletzungen haben oft die Folge, dass daraus nicht wertschätzendes Verhalten entsteht und neue Verletzungen hervorrufen werden. Das Rad der Verletzungen bleibt am Laufen, obwohl es gerade das war, was geheilt werden wollte im Ursprung.

Verletzte Weiblichkeit kann garstig sein und neue Wunden schlagen, gerade bei denen, für die der ursprüngliche Einsatz gestartet wurde. Kampf des Kampfes wegen bringt neue Kriegsgebiete. Missachtung als Strafe erzeugt neue Selbstwertprobleme. Egal ob beim eigenen Geschlecht, als auch beim anderen.

Die weibliche Energie in ihrer Urkraft beinhaltet Sanftmut und Weichheit, damit können neue und holprige Wege geebnet werden. Dies ermöglicht die ursächlichen Verletzungen zu heilen. Der gnädige Blick heilt.

Stellt sich nun die Frage warum wir oft keinen Zugang zu dieser Energie haben, auch wir Frauen nicht. Auf Angst basiert werden immer wieder alte Verletzungen geschürt und mit Aggression neue Herde gelegt.

Es geht mir hier in keinem Fall um Hinnehmen oder Wegschauen. Ich möchte anregen das alte Theaterstück zu verlassen, weil wir uns weiterentwickeln. Es kann gelingen, wenn wir den nun anstehenden Quantensprung der Menschheit in Richtung Herzbewusst Sein wagen. Wir können jetzt die WIRKlichkeit wechseln. Mit Druck und Ungeduld kommen wir nicht weiter, das führt zu Eskalation. Liebe fördert andere Wahrheiten und hat Respekt im Gepäck.

Wenn wir es schaffen das alte Theaterstück zu verlassen, dann wird sich etwas Neues ergeben. Solange wir auf der alten Bühne stehen und die Rollen spielen, somit in den Masken des Stückes stecken, können wir keine neuen Stücke spielen.

Mit der tiefen inneren Weisheit der Urkraft der Weiblichkeit können wir uns auf die nächste Ebene begeben. Manchmal ist es notwendig, aus dieser höheren Ebene noch einmal die Scheinwerfer auf das alte Spiel zu werfen. Schon Einstein sagte: „Man kann Problem niemals auf der Ebene lösen auf der sie entstanden sind.“ Es geht also um die Herzens- und Seelenebene von der aus wir das weltliche Drama wandeln können.

Von oben das Theaterstück zu beleuchten, um zu verstehen. Alte unerlöste Emotionen fühlen und lösen, dann kann Bewegung entstehen. Erkennen, dass alle Spieler des Stückes in den Rollen stecken.  Danach wird Selbst- und Fremd-Vergebung möglich und führt in die Befreiung. Diese Freiheit kann ein Jeder  eine Jede nur für sich selbst bewirken.

Danach wird es Zeit sich von dem gespielten Theaterstück abwenden und sich nach neuen Möglichkeiten umsehen. Auf geht’s zu neuen gemeinschaftlichem Umgang. #gemeinsamistdasneueego

Sprich mich gerne an, mit Aufstellungsarbeit können wir genau diese Beobachtungen machen, um dann Frieden und Freiheit im Alltag zu erleben.

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One thought on “Beobachtungen zum Weltfrauentag

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