Zeitqualität – Alltagsfallen

Inzwischen haben doch einige von uns schon mitbekommen, dass so etwas wie ein Bewusstseinswandel stattfindet, zumindest gehört haben wir davon schon.

Einige von uns fühlen sich auch schon mittendrin. Vielleicht ist inzwischen ein Verständnis der Zusammenhänge vom den verschiedenen Bewusstseinsstufen vorhanden. Viele haben erfasst, dass es beim Bewusstseinswandel darum geht zu erkennen, dass wir alle selbst Schöpfer unseres Lebens sind und damit immer bewusster unseren Schöpfungsprozess erleben und aktiv im Alltag umsetzen.

In Folge dieses Erwachens, zeigt sich uns was dem noch im Wege steht.

Zurzeit zeigen sich mir vermehrt Geschehen, die mit passiver Aggression zu tun haben. Das sind subtile Alltagsgeschehen in denen vielen von uns gar nicht bewusst ist, dass wir damit weiterhin in die Falle des alten Täter-Opfer-Spiels hineinlaufen und uns wieder neu verstricken. Ich kann es im Moment verstärkt beobachten und natürlich auch selbst erleben.

Meistens fühlen wir uns bewusst, erwacht, spirituell und merken im Alltag nicht, dass wir nur auf einer höheren Ebene genau das Gleiche spielen wie bisher auch. Das liegt daran, dass wir einen Teil unserer Schattenanteile noch nicht transformiert haben, da sie uns einfach noch nicht bewusst sind. In Folge agieren diese Anteile nach den alten Mustern weiter.

Genau diese Muster lassen uns immer wieder enttäuscht feststellen, dass es noch nicht so weit ist mit den neuen Gemeinschaften, Beziehungen, Teams.

Da es sich in der inneren Ebene abspielt und im außen nur als Spiegel sichtbar wird, kann es nur dort im Inneren geheilt werden. Nutzen wir also die Reibereien des Alltags, um zu Wachsen.

Ich möchte Dir ein Beispiel geben. Vielleicht bist Du in einer Gruppe. Da gibt es aktivere und passivere Mitspieler. Ganz oft kommt es zu dem Punkt, dass die passiveren Mitspieler sich beklagen, dass das was geschieht nicht dem entspricht, was sie sich vorgestellt haben. Es kann mit unterschwelligen Vorwürfen gepaart sein. Diese werden aber nicht ausgesprochen, doch die Energie der Schuldzuweisungen schwingt mit und ist für alle spürbar. Das kann zu regelrechten Zerwürfnissen kommen, da diese passive Aggression ebenso ganz viel Sprengkraft hat. Infolge kann es zu noch mehr Passivität, Schmollen oder Verlassen der Gruppe kommen.

Umgekehrt, können sich die aktiveren Mitspieler oft als alleinige Träger der Gemeinschaft vorkommen und fordern von den passiveren mehr Dazutun.

Die einen sind sich nicht bewusst, dass sie ihre Gestaltungsmacht nicht wahrnehmen und sich nicht einbringen, mit dem was ihnen wichtig wäre. Sie warten, dass das gemäß ihren inneren Bildern automatisch geschieht, ohne es vollständig zu kommunizieren.

Eines muss uns klar sein, Raum bleibt niemals leer. Dort wo wir nicht gestalten, gestalten andere. Aber eben nicht in unserem Sinn. Das ist meistens keine böse Absicht, da jeder eben nur aus sich selbst heraus gestalten kann, wie es seinen inneren Bildern und Bedürfnissen entspricht.

Umgekehrt übernehmen die Aktiveren automatisch Aufgaben, ohne zu berücksichtigen, dass sie bei der Verteilung lieber aktiv auf die eher Passiven zugehen sollten, um in Kommunikation zu klären wer was möchte und machen kann.

Und genau hier ist der Ansatzpunkt, der es uns ermöglicht in eine neue Gestaltung hineinzuwachsen. Seine wir mutig und nutzen die Reibungspunkte in Gemeinschaft, um sie anzusprechen. In dem wir Kommunizieren was wir brauchen, was unsere Bedürfnisse und unsere Wünsche sind. Machen wir uns sichtbar, auch mit unseren Schwächen, Gerade die können sich oftmals durch das aktive Auseinandersetzten damit in Stärken wandeln. Viel besser, als wenn sie unterdrückt und vertuscht werden, denn dann machen sie sich förmlich selbstständig und werden größer.

Das A und O ist die gemeinsame Kommunikation. Gerade dann, wenn es unangenehm wird und wir uns den anderen zumuten müssen, ist das eine Herausforderung. Wenn wir sie gemeistert haben, entwickelt sich die Beziehung auf einer höheren Ebene neu.

Es geht darum zu konfrontieren, sich selbst und die anderen. Das am besten rechtzeitig, bevor es zu einem Konflikt erwächst. Das ermöglicht gemeinsam Neues zu gestalten. Es gilt einen Konsens zu finden, der von allen in der Gemeinschaft getragen wird. Wenn wir uns dem Stellen ist es möglich Neues zu erfahren, Damit befreien wir uns aus den alten Mustern selbst. Achtsamkeit, Mut und den Willen, den anderen mit seinen individuellen Besonderheiten anzunehmen, wie sich selbst auch, erweitert unsere Möglichkeiten und schenkt uns viel Chancen.

Lass uns gemeinsam überlegen, wie sich das im Alltag gestalten lässt.

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