communication-1082657_1280Jeder wünscht sich gute Beziehungen, egal ob privat oder im Beruf. Die Erwartungen an das Gegenüber sind meist sehr hoch. Finden aber in vielen Momenten nur im eigenen Kopf statt und bei vielen Gelegenheiten wird es verpasst, dem Außen genau diese mitzuteilen.

Hilfreich wäre es, um nicht in einen Wartefrust zu geraten, sich selbst erst einmal klar zu werden, was für eigene Bedürfnisse hinter den  Erwartungen stehen. Um dann zu klären, was in den eigenen Handlungsrahmen fällt. Um sich nicht unnötig damit abzumühen, die anderen dahin zu verbiegen, den eigenen Erwartungen zu entsprechen, denn das kostet enorm viel Energie.

Die folgenden Basics können Ihnen helfen, Ihr Beziehungsleben entspannter zu gestalten.

  1. Miteinander statt übereinander reden
    Sprechen Sie mit der Person, mit der Sie im Dialog sind über die Dinge, die sie belangen, anstatt sich über Dritte und deren Verhalten auszutauschen. Denn dieser Dialog führt zu aktiver Gestaltung der Beziehung mit der Person, mit der Sie gerade in Kontakt sind. Der passive Dialog über Dritte, bringt null Veränderung, sondern kostet in der Regel Energie, da eine aktive Veränderung nicht möglich ist. Meist entstehen gerade durch den Dialog über Dritte die größten Missverständnisse, besonders dann, wenn diese Gespräche auch noch weitergetragen werden.
  2. Freude haben und Freude schenken
    Bestimmt haben Sie selbst es auch schon als fürchterlich empfunden, wenn Sie mit Personen zusammen kommen, die an allem etwas zu nörgeln haben, oder die nur von den 1000 Katastrophen zu berichten haben, die ihnen oder in der Welt passieren. Wir alle sind viel lieber mit Menschen zusammen, mit denen wir lachen können und eine humorvolle, liebenswerte Kommunikation stattfinden kann. Das bedeute nicht, dass wir uns unserem Umfeld nicht auch mit unseren Problemen zumuten dürfen, aber eine Beziehung, die nur auf Problemen aufbaut, wird auf Dauer als anstrengend empfunden. Wie können sie gemeinsam Freude haben und wie können Sie Freude einbringen?
  3. Ehrlich und authentisch sein
    Ehrlich sein ist nicht immer einfach, besonders in einem Umfeld, in dem alle nach dem Motto „immer weiter, immer höher, immer besser“ streben. Es ist eine Kunst für sich, jemanden ein wertschätzendes Feedback zu geben, wenn etwas Unangenehmes zu sagen ist. Aber auf Dauer die einzige Möglichkeit in einer Beziehung bezogen zu bleiben, denn sonst wird es irgendwann zu einem unüberwindlichen Problem werden. Hier ist die Grundlage wieder die Klärung der eigenen Bedürfnisse und Achtsamkeit mit den eigenen Emotionen und Erfahrungen in dem Geschehen sind. Grenzen setzten und Nein-Sagen will gelernt sein. Die eigenen Befindlichkeiten erkennen, ohne andere mit der schlechten Stimmung herunterzuziehen, oder gar dafür schuldig zu, machen um sich selbst wieder besser zu fühlen, bewahrt vor Verstrickungen und stärkt Beziehungen.
  4. Aktiv zuhören und sich mitteilen
    Aktives Zuhören beinhaltet, wirkliches Interesse am gegenüber und der Wunsch die Kommunikation abzugleichen, damit keine Missverständnisse entstehen. Sich mitzuteilen, setzt voraus, sich seiner Selbst bewusst zu sein, am besten gepaart mit Verständnis für den anderen. Die wenigsten sind dauerempathisch, da jeder in seinem eigenen Film unterwegs ist. Somit bekommt das Außen nicht automatisch Ihre Bedürfnisse mit und Kommunikation erleichtert, aus der ErWARTungsschleife herauszukommen.
  5. Perspektive wechseln
    Den Blickwinkel wechseln oder den Focus runternehmen vom eigenen Mangel, bringt Verständnis für das Gegenüber. Meist ist das Außen nur ein Spiegel für das eigene Unbewusste. Der Gegenpol zum eigenen Mangel. In schwierigen Situationen ist das zugrunde liegende Problem meist ähnlich, in der Regel hat der andere sich nur eine andere Strategie zur Bewältigung zugelegt. Ganz oft agieren in Problemsituationen die inneren verletzten Kinder in uns. Das mutet dann von außen betrachtet an, als wären zwei kleine Kinder im Sandkasten, die sich mit Sand bewerfen. Das Erkennen des eigenen Verletzt Seins und das des Gegenübers, ist die erste Gemeinsamkeit auf dem Weg zur Heilung.
  6. Emotionen verstehen und transformieren
    Emotionen, besonders die noch nicht geheilten aus der Vergangenheit steuern uns unbewusst in den jetzigen Beziehungen. Die unangenehmen Emotionen sind oft ganz weit ins Vergessen verdrängt. Da sie nicht geheilt sind, können sie von unseren aktuellen Beziehungen an getriggert werden, was häufig zu Über- oder Unterreaktionen führt. Erst, wenn mit Selbstreflektion die eigenen Wunden versorgt wurden, kann eine Transformation, der damit gebunden Energie stattfinden, die dann in die Gestaltung der gegenwärtigen Beziehung fließen kann.
  7. Die Illusion der Schuld erkennen
    Alleine zu diesem Thema, wäre es sinnvoll ein ausführliches Gespräch oder einen Workshop zu gestalten. Schuld wird gerne benutzt, um Menschen gefügig zu machen. Schuld veranlasst Menschen in Situationen zu verbleiben, die nicht gut tun. Schuld führt dazu, dass Verantwortung nicht genommen wird und in schwierigen Situationen nicht aktiv eine Bereinigung von Fehlern unternommen wird. Keiner möchte an etwas schuld sein und so kommt es, dass sich die drei Affen einschleichen: „Ich hab es nicht gesehen, ich habe es nicht gehört, ich habe nichts gesagt und übrigens der da war es!“ Blöd wird es wenn man selbst zum Sündenbock wird. Je mehr Sie es schaffen in Ihren Beziehungen auf das Schuldspiel zu verzichten, desto freier werden diese von Machtspielen. Sie werden mehr Wertschätzung, Augenhöhe und Liebe empfinden.
  8. Vom Richten in die gleiche Gültigkeit
    In der Regel gibt es zu einem Geschehen nur eine Teilwahrnehmung. Es ist auf den ersten Blick nicht klar, warum ein Mensch gerade so reagiert, wie er reagiert. Manchmal weiß dieser es selbst nicht, da er aus dem Unbewussten gesteuert wurde. Jetzt ist es wichtig nicht auf die bewertenden und verurteilenden Schubladen im Verstand zurückzugreifen. Dadurch ist es einfacher offen zu bleiben und mit Kommunikation zu Lösungen zu kommen. In einem Konflikt ist es nur möglich, einen Konsens zu finden, wenn alles eine gleiche Gültigkeit hat und der Blickwinkel nicht nur auf der eigenen Welt fixiert ist. Eine Gleichgültigkeit gegenüber der Welt des anderen negiert dessen Wert und kann nur zu weiteren Konflikten führen. Lösungen liegen immer im gemeinsamen Kontext.

In der Theorie hört sich das alles ganz einfach an. Die Umsetzung im persönlichen Alltag ist die große Herausforderung.

  • Wie kann ich in einer bestimmten schwierigen Situation gelassener reagieren?
  • Wie schaffe ich es den Job der Harmoniebeauftragten loszuwerden?
  • Wie gehe ich mit der Angst vorm Verlassen Werden um?

Nach der Sommerpause startet ein neuer Jahreskreis, eine Gruppe in der Antworten auf diese Alltagsfragen gefunden werden. Durch das Dranbleiben im geschützten Kreis ist es viel einfach, sanft und kontinuierlich Veränderung in die eigenen Beziehungen zu bringen.

Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie Interesse an der Gruppe haben, ich sende Ihnen gerne nähere Informationen zu.

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